Veröffentlichungen 2012 - Chlauseslä Unterägeri - Brauchtum im Ägerital

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Veröffentlichungen Chlauseslä 2012


Folgende Veröffentlichungen sind hier zu finden:



Vorweihnachtszeit im Ägerital

Brauchtum im Ägerital wird gross-geschrieben. Das Chlauseslä  zieht die Bevölkerung  jedes  Jahr am  5. Dezember  in  den Bann und singende Engel verzaubern am Tag des Heiligabends.

Am 5.Dezember erwacht ein alter  Brauch, das «Chlauseslä», zum Leben. Mit viel Liebe und Fleiss arbeiten die Einwohner in Unter- und Oberägeri  für  diesen besonderen Tag. Kinder  basteln an ihrem Chlausesel
 (Holzesel), andere bauen an ihrer  kunstvollen  Iffälä (Bischofsmitren, ähnlich wie Laternen). Wiederum  andere flechten ihre Geisseln und üben das «Chlepfä» (Knallen). Die Vorfreude ist gross, bei Gross und Klein.

Vorweihnachtliches Ereignis

Nachmittags
sind die Primarschüler mit ihrem Chlausesel unterwegs, abends  ziehen die Chlauseslä-Rotten durch das Tal. Eine Gruppe (Rotte) umfasst den Samichlaus mit seinem Schmutzli,  Iffälä-Träger, Triichler (Glocken),  Kuhhornbläser und Chlaus-Eselträger.  Zu jeder Rotte gehören auch einige  Geislächlepfer (Schafsgeisseln); diese hört man den ganzen Abend knallen. Der Samichlaus geht von Tür zu Tür  und  bittet um eine  Gabe. Am Abend  ziehen dann die Rotten ins Dorf, um mit einem Umgang das «Chlauseslä»  zu beenden. Die zahlreichen Schaulustigen sind fasziniert von der mystischen Stimmung. Doch woher kommt der Brauch? Dieser lässt sich bis ins 16. Jahrhundert  zurückverfolgen. Die heidnischen Vorfahren waren überzeugt, dass  in  der dunklen Jahreszeit Dämonen Haus und Hof bedrohen. Mit Lärm – sprich  Kuhglockenklang und Geisselknallen  – sollten diese Kreaturen verscheucht werden.

Bedeutung «Chlauseslä» in Unter- und Oberägeri

Obwohl ein Tal, betreiben Unter- und Oberägeri das «Chlauseslä»  unterschiedlich. In Unterägeri
findet  am 5. Dezember  gegen 21.30 Uhr ein grosser Umzug aller Teilnehmer auf  dem Dorfplatz statt. Mädchen wie Knaben, ob Gross oder Klein, machen mit. In Oberägeri dürfen nr die Knaben oder junge Männer an diesem Brauch teilnehmen und

Am Abend sind die «Chlauseslä-Rotten» unterwegs.

die Rotten sind meist an mehreren Abenden unterwegs. Am  5. Dezember  sind sie dann im Dorf von Oberägeri anzutreffen.

So erlebte ich das «Chlauseslä» – eine Mitarbeiterin erzählt


Nicole Heinrich berichtet:
Aufgewachsen in Unterägeri gehört das «Chlauseslä» ebenfalls zu meinen lebhaften Kindheitserinnerungen. Wir waren jeweils eine Gruppe aus 5 Kindern  und  jeder von uns  hatte  einen selbstgebastelten Esel.   Dieser   besteht aus einem hölzernen  eselähnlichen Kopf und aus einer Holzstange, mit klappbarem Maul.  Nachmittags ab  15.00 Uhr  gingen  wir  mit unseren Eseln zu den verschiedenen Geschäften. Mit dem  Ruf «Holi holi hüü, dä Chlaus isch  doo
» haben wir uns jeweils  angekündigt und gewartet,  bis die  Angestellten uns  etwas  schenkten.  In  der Bank erhielten wir  z.B. 50 Rappen, in der Apotheke Süssholz, beim  Kiosk  Süsswaren etc. Ab der Oberstufe waren wir abends unterwegs. Das mystische Bild in der Dunkelheit der «Iffälä» und die Geräuschkulisse der  Geislächlepfer sowie der Kuhhornbläser verursacht mir jetzt noch Gänsehaut.

«Holi holi hüü, dä Chlaus isch doo».  Primarschüler sind nachmittags unterwegs und freuen sich über Gaben.


Singende Weihnachtsengel in Oberägeri

Da die Mädchen in Oberägeri am «Chlauseslä»  das  Nachsehen  haben,  gehen sie am 24. Dezember  «Engeln».  Eine  Gruppe  von Mädchen aus Alosen führte um 1920 diesen Brauch  ein.  Sie kleideten sich in weissen Nachthemden, bedeckten ihr Gesicht  mit einem Schleier und übten weihnächtliche Lieder. Sie gingen  von  Haus zu Haus und trugen  ihre  Lieder  vor. Als Belohnung erhielten die Mädchen einen Batzen, welchen sie  vor das Fenster legten, um ein  Weihnachtsgeschenk zu erhalten. Der Brauch ist vor allem noch in Alosen verbreitet.


  durchzug Nr. 11, November 2012

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Bald «chlepfts» wieder im Tal

Langsam werden die Tage wieder kürzer und der Herbst hält Einzug ins Tal. Bewanderte Zeitgenossen wissen, dass es damit an der Zeit ist, sich auf den alten Chlaus-Brauch Chlauseslä vorzubereiten.
Ein sicheres Zeichen für den bevorstehenden Brauch ist ein lautes, rhythmisches Knallen in den Abendstunden. Seit alters her wird nämlich ab November im Ägerital mit grossem Eifer das Geislächlepfä geübt. Das «Chlepfen» von Schafsgeiseln ist ein fester Bestandteil des uralten Brauchs, der traditionell am Vortag vor St. Nikolaus stattfindet
.

Vor allem bei Neuzuzügern führt das Geislächlepfä immer wieder zu Irritationen. Wir von Chlauseslä Unterägeri unternehmen daher jedes Jahr diverse Anstrengungen, um die Bevölkerung aufs Neue auf den Brauch einzustimmen. Wir organisieren alljährlich  Trainings zum Geislächlepfä, wo erfahrene Chlepfer dem Nachwuchs zeigen,
Auf dem Dorfplatz
Chlauseselrottä

wie er seine Kunst verbessern kann. Für uns ist es wichtig, den uralten Brauch zu erhalten, aber gleichzeitig die damit verbundenen Lärmbelästigungen im üblichen Rahmen zu halten. Das Training wird im November jeden Mittwoch ab 19 Uhr bei guter Witterung durchgeführt. Neu findet das Training auf dem Vorplatz vor der AEGERIHALLE statt. Mehr Informationen sind auch unter chlauseslae.ch zu finden.

Der Brauch Chlauseslä findet dieses Jahr am Mittwoch 5. Dezember stattfindet. Um 15 Uhr geht es für die Primarschüler los. Nach 17 Uhr sind dann die Älteren an der Reihe. Gegen 21:30 Uhr findet dann auf dem Dorfplatz ein prächtiger Umzug aller  Rottä statt. Dann ziehen an die 150 Personen unter lautem Klang der Triichlär und Knallen der Geislächlepfer auf den Platz.  Mehr zum Brauch Chlauseslä ist übrigens im neu erschienene Buch «Fasnacht

Geislächlepfer

–  Ägerimärcht –  Chlausesle.  Bräuche in Unterägeri», herausgegeben von der Bürgergemeinde und Einwohnergemeinde  der Unterägeri, zu finden. Es kann bei der Bürgerkanzlei Unterägeri und bei der Einwohnerkanzlei Unterägeri bezogen werden.


Beim Brauch geht es uns von Chlauseslä Unterägeri vor allem um den Gedanken des Schenkens
. Darum leiten wir das von uns am Chlauseslä gesammelte Geld jeweils vollumfänglich an karitative Zwecke im In- und Ausland weiter. Unsere Homepage chlauseslae.ch
enthält alles Wissenswerte rund ums Chlauseslä.

Training Geislächlepfä 2012

Beschreibung:

Training zum Geislächlepfä unter fachkundiger Anleitung für das Chlauseslä vom 5. Dezember 2012.

Datum :

Während ganzem November jeden Mittwoch ab 19 Uhr bei guter Witterung

Ort:

Vorplatz vor der AEGERIHALLE Unterägeri

Mehr Info:

www.chlauseslae.ch

Chlauseslä 2012

Beschreibung:

Traditionelles Chlauseslä im Dorf und in den Höfen. Gegen 21:30 Uhr findet auf dem Dorfplatz Unterägeri ein prächtiger Umzug aller Rottä statt.

Datum:

Mittwoch, 5. Dezember 2012 / ab 15:00

Ort:

Unterägeri Dorf und in den Höfen

Mehr Info:

www.chlauseslae.ch

  Ägerital IV 2012, 21. Sept. 2012

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Chlausesle

On the 5 December, the eve of St. Nicholas Day, Chlausesle, which is an old local and noisy custom, takes place. (If this a Sunday, then Chlausesle is celebrated on the 4th.)
From three to five o'clock in the afternoon, boys and girls (primary school students) go from house to house in the neighbourhood with their Chlausesel, (a fantasy head which is cut out of wood and emulates a donkey) and small cow bells and shout, «Holi, holi, hüü, de Chlaus isch doo!» («Hello, hello, hello, Santa is here!») They hold their Chausesel with its mouth wide open and look forward to receiving small change or sweets. After five o'clock in the evening, the adults take charge of the streets in the form of the Chausesler-Rotten (various traditional groups) and beg for donations, which are later distributed amongst charities.

Chlausesle

Several groups take to the streets: the Dorf-Rott or village group; the Wiilerbärg-Rott; the Moss-Rott, the Zimmel-Rott; the Erlibärg-Rott and the Beizen-Rott or restaurant group. The Trychlergruppe (traditional bell ringers) and the Rossbärg-Rott, circulate within the courtyards. All of these groups are supervised by the Chauseslä, (St. Nicholas and his helpers). At half past nine, all the groups assemble in the village square. The streetlights are turned off.

The Geisle-Chlepfer, (men in peasant shirts who whip crack) stand in the middle whip cracking whilst the other groups circle noisily around them. The darkness is briefly illuminated as men pass by wearing bishop's miters, which have flickering candles within them. The Chlausesel or fantasy donkey heads are stretched out into the crowds in an attempt to claim a gift. After making several rounds the groups retrieve into darkness and a pre-Christmas tranquillity returns to the village.
A Chlausesel-Rott
The Chlausesel-Rott or St. Nicholas group consists of: St. Nicholas, clothed as a Bishop and accompanied by a Schmutzli, (a helper who is a dark figure and clad in a brownhooded cloak). Additionally, there are donkey head carriers, men carrying the decorative


Iffele or bishop’s miters, whip crackers, traditional bell ringers and horn blowers. These participants wear shepherds shirts. Often an ass or a donkey escorts the group. The Chlausesel is a handmade wooden figure that emulates a donkey head and is mounted on a long pole. The mandible s movable and can be opened and closed by pulling on a cord over a hinge. There is a cloth sack in the throat that serves to collect the donated gifts.
The Iffele-Träger present the bishop's miters, which are mounted on wooden sticks. The bishop's miters are artistically decorated. The Unterägerer headpieces are approximately 110 centimetres in height and 80 to 90 centimetres in width. They are cut out of cardboard and popular figures and themes, which are cut out from coloured paper, are glued to the inside of the miters. These subjects become illuminated when the candles inside the headpieces are lit. Typical themes are Christian symbols, saints and also views of the village.
The Triichler (bell carriers), carry a wooden yoke across the back of their necks and from this, large bells that are suspended from richly embroidered leather straps, swing rhythmically.


The Geisle-Chlepfer (whip crackers) make cracking sounds with a shepherd's flail. The flail consists of a wooden handle with a two to three metre cord attached and a cracker or popper at the end. The whips can also have a long flexible handle, but this s quite rare.
Whip cracking must be learnt and practised. The Chlauseslä (the group that ensures that this custom prevails), conducts an annual course. The day after All Saints' Day (2 November) is when whip cracking can commence in the village.

St. Nicholas and home visits
The Parish assumes patronage over the St. Nicholas visits. St. Nicholas visits Unterägeri families with young children. St. Nicholas and his helpers are mainly members of the Morgarten Scouts Club and complete special courses in preparation for this event. In order to set the mood for this occasion, the Parish Priest organises on a Sunday evening early in December, a ceremony whereby St. Nicholas s celebrated leaving the church.
Clubs love having St. Nicholas and his helpers visit when they are celebrating St. Nicholas Day as this tradition is very popular.


  Ägerital IV 2012, 21. Sept. 2012

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© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

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