Veröffentlichungen 2016 - Chlauseslä Unterägeri - Brauchtum im Ägerital

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Veröffentlichungen Chlauseslä 2016


Folgende Veröffentlichungen sind hier zu finden:



Die Vorboten der Samichlaus-Zeit

UNTERÄGERI ⋅ Beim Geisslechlepfä sind Kraft und Geschicklichkeit gefordert – dies wird vor dem offiziellen Chlauseslä nun wieder fleissig geübt.

Das Schlagen der Geissel braucht vor allem eines: Mut. Man schwingt das lange Seil in einem Kreis über den Kopf und muss dabei exakt den richtigen Moment für den Rückschwung erwischen. Als Anfänger fühlt man sich der Geissel etwas ausgeliefert. Respekt vor dem lauten Knall und vor allfälligen Verletzungen hindert einen, die Geissel voll in Schwung zu bringen.
Doch unter der fachkundigen Führung von Franz Christen fühlt man sich auf dem Vorplatz der Ägerihalle in Unterägeri gut aufgehoben. Dort konnten am vergangenen Mittwoch nämlich Interessierte ihren Umgang mit den Geisseln erlernen oder wieder festigen.

Das Chlauseslä gehört zu den ältesten Bräuchen im Ägerital. Der vorweihnächtliche Klausbrauch beginnt am Tag vor St. Nikolaus. Eine Rotte der Chlausesler wird durch die Geisslechlepfer lautstark begleitet. Durch den lauten Knall der Geissel werden die Bewohner an die Tür gelockt, wo die Rotten nicht selten eine symbolische Gabe erhalten.

Der Küssnachter Zwick für einen schönen Knall
«Das Schlagen der Geissel erfordert unter anderem viel Kraft und Geschicklichkeit», sagt der Organisator des Trainings, Franz Christen,
Die aufgerollten Geisseln liegen zum Training bereit.Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 2. November 2016)

und ergänzt: «Dabei kommt es auch auf den sogenannten Zwick an. Ich selber benutze einen Küssnachter Zwick. Dieser erzeugt einen speziell schönen Knall. Das gefällt mir.» Den einen Knall vom anderen zu unterscheiden, ist schier ein unmögliches Unterfangen, doch für die Profis durchaus verifizierbar. «Meine erste Geissel bekam ich vor rund zehn Jahren», erzählt Hubert Heinrich, 23 Jahre, aus Unterägeri. «Seitdem bin ich jedes Jahr dabei und engagiere mich für den Erhalt dieses Brauchtums.»

Überhaupt scheint dies der Hauptmotivationsgrund der zahlreich anwesenden Jugendlichen zu sein. Man kriegt den Eindruck, dass sie den Wert und

die Tradition aufrechterhalten und auch weitergeben möchten. So auch Julian Frei aus Unterägeri. Der Neunjährige findet den Brauch schön. Dass man dabei noch lautstark auf sich aufmerksam machen kann, freut ihn natürlich umso mehr. Auch seine Schwester Alicia findet das Training spannend. «Es braucht jedoch sehr viel Kraft. Ich muss noch ein wenig üben, bis ich es so gut wie die Grossen kann», meint die wohl jüngste Teilnehmerin dieses Abends.
Die erst Siebenjährige hat, wie viele andere Interessierte, bei diesem Training viel über die verschiedenen Techniken des Geisslechlepfä erfahren und freut sich darauf, das Gelernte nun bis zum offiziellen Chlauseslä am 5. Dezember zu üben.

Bericht: Nadja Iten,  Zuger Zeitung , 4. November 2016


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© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

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