Chlauseslä Unterägeri - Brauchtum im Ägerital

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Veröffentlichungen 2005

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Veröffentlichungen Chlauseslä 2005

Folgende Veröffentlichungen sind hier zu finden:


 


Geldschluckende Holzesel sind wieder los


Am Vortag von St Nikolaus, am 5. Dezember, findet das traditionelle Chlauseslä statt.

Das Chlauseslä ist eine Mischung aus altheidnischem Brauchtum und christlichem Gedankengut. Mit einem Eselskopf aus Holz oder einer Kuhglocke erbitten die Kinder eine kleine Gabe.

Jedes Jahr am 5. Dezember punkt 15 Uhr gehts los: Die Kinder laufen von Haus zu Haus und erbitten mit dem Ruf: «Holi holi hüü, dä Chlaus isch doo!» eine kleine Gabe. Sie haben entweder einen Chlausesel, einen aus einem runden Holzstück herausgeschnittenen Eselskopf oder eine Kuhglocke dabei. Der Chlausesel ist der Namensgeber des Brauches. Er darf sowohl am Nachmittag wie auch später am Abend nicht fehlen. Nach 17 Uhr sind dann die Älteren an der Reihe. Die Rotten nehmen ihre Routen unter die Füsse und marschieren in spektakulärem Aufzug von Haus zu Haus. Eine Rotte wird vom Samichlaus und seinem Schmutzli angeführt. Daneben dürfen Iffelenträger, Geislechlepfer, Hornbläser und Trychler nicht fehlen. Natürlich ist auch ein Huftier dabei. Der Chlaus geht von Tür zu Tür, bittet um eine Gabe und gibt den anwesenden Kindern ein paar Nüsse aus seinem Sack.

Wohltätiger Hintergrund
Immer wieder kommt auch der Chlausesel zum Einsatz. In seinem beweglichen Unterkiefer befindet sich eine Kasse, die gerne Geldspende entgegennimmt. Auch dieses Jahr sind im Unterägerer Dorf wieder fünf Rotten unterwegs. Vier grosse Rotte sind in allen Quartieren von Unterägeri am Chlauseslä. Eine fünfte Rotte besucht, unterstützt vom Gospelchor Tears of Joy, die Unterägerer Restaurants und die Heime. Die Rotten führen das Chlauseselä nun schon seit 48 Jahren durch. Die Spenden kommen jeweils karitativen Organisationen und Projekten im In- und Ausland zugute. So konnten zum Beispiel im letzten Jahr über 8000 Franken an das Hilfswerk Brücke, die Stiftung Licht für vergessene Kinder und an mehrere Entwicklungsprojekte in der Dritten Welt verteilt werden.

Auch das Gewerbe und die Behörden halfen mit, die gesammelten Geldspenden vollumfänglich karitativen Zwecken zukommen zu lassen.

Trychler und Geislechlepfer
Gegen 21.30 Uhr, stehen Besucher am besten auf dem Unterägerer Dorfplatz: Dann ziehen rund 150 Personen unter dem lautem Klang der Trychler und dem Knallen der Geislechlepfer auf den Platz. Darunter ist auch die beeindruckende Rotte, der Trychlergruppe Unterägeri zu finden. Im Dunkeln kommen die Iffelen wunderschön zur Geltung. Die Rotten mit dem St. Nikolaus im Bischofsornat gehen auf dem Dorfplatz unter rhythmischen Klängen der Trychler und Geisler einige Male rundum. Auch die Hornbläser legen sich noch einmal so richtig ins Zeug.

Iffäläträger

Am Abend sind die Iffelenträger mit ihren kunstvoll gestalteten Hüten untewegs: Neben Geislechlepfern Hombläsern und Trychlern dürfen sie nicht fehlen.

Zuger Presse vom 2. Dezember 2005


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«Chlauseslä» in Unterägeri

Am 5.12. klingt wieder der Ruf «Holi holi hüü» durchs Dorf.

Schon seit 48 Jahren wird in Unterägeri der Brauch des «Chlauseselns» hoch gehalten und gefeiert. Auch heuer sind wieder fünf «Rottä» unterwegs.

Was ist «Chlauseslä», fragen sich vor allem jene Menschen, die noch nicht lange im Ägerital wohnen und daher mit den Bräuchen noch nicht so vertraut sind.

Ursprung
Wie der Brauch als solcher - bei dem es sich anscheinend um eine Vermischung aus altheidnischem Brauchtum und christlichem Gedankengut handelt - entstanden ist, weiss man heute nicht mehr so genau. Aber er reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert, wie schriftliche Zeugnisse belegen. Vielleicht handelte es sich ursprünglich um einen Fruchtbarkeits-Ritus oder wie bei den alten Alemannen um die Vertreibung von bösen Geistern.

Am Vortag von St. Nikolaus
Der Brauch findet jedes Jahr einen Tag vor St. Nikolaus statt. Am Nachmittag ab 15 Uhr ziehen die Kinder durchs Dorf und erbitten von den Hausbewohnern mit dem Ruf «Holi, holi hüü - de Chlaus isch do», kleine Gaben. Am Abend ziehen

dann Jugendliche und Erwachsene mit ihren «Rottä» (insgesamt fünf an der Zahl), die jeweils von einem «Samichlaus» und seinem «Schmutzli» angeführt werden, auf vorgeschriebenen Routen durchs Dorf. Sie werden von «Iffäläträgern», Hornbläser, «Geislä-Chläpfern und Triichlärn» begleitet.

Spenden
Für einmal ist es nicht so, dass der «Samichlaus» die Menschen beschenkt, sondern genau umgekehrt. Die Dorfbewohner beschenken den Nikolaus und seine Rotten mit Geldbeträgen. Diese Spenden werden vollumfänglich für wohltätige Zwecke eingesetzt. 2004 kamen so insgesamt 8000 Fr. zusammen, die mehreren Entwicklungsprojekte in der 3. Welt zuflossen.

Umzug
Ab 21.30 Uhr treffen sich die fünf «Rottä» unter lautem Getöse auf dem Dorfplatz. Ein Anblick der die Zuschauer jedes Jahr aufs Neue begeistert, zumal die selbst gemachten Iffelen im stockfinsteren Dorf bestens zur Geltung kommen. Unterstützen auch Sie dieses schöne Brauchtum mit einer Gabe oder mit ihrem Besuch am Umzug.

Chlauseselär
Dorfrottä
Moosrottä
Chlauseselär

Am Nachmittag erbitten die Kinder an den Haustüren mit dem Ruf «Holi, holi, hüü - de Chlaus isch do» kleine Gaben. Am Abend ziehen dann die grossen «Rottä» los.

Zuger Woche vom 30. November 2005


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