Was ist Chlauseslä? Wie läuft es ab? - Chlauseslä Unterägeri - Brauchtum im Ägerital

Direkt zum Seiteninhalt
Einzigartiges Brauchtum

Das Chlauseslä gehört zu den ältesten Bräuchen im Ägerital - das belegen Schriften aus dem 16. Jahrhundert. Bei diesem vorweihnächtlichen Klausbrauch beginnt am Tag vor St. Nikolaus, also meist am 5. Dezember, ein eigenartiges Treiben im Tal. Die Entwicklung des Chlauseslä von Oberägeri und Unterägeri ist unterschiedlich verlaufen und weicht in einzelnen Elementen stark von einander ab.


Der Brauch
Das Chlauseslä von Unterägeri hat sich in den letzten Jahrzehnten wenig verändert. Alljährlich am Nachmittag am Tag vor St. Nikolaus von 15 - 17 Uhr gehen die Kinder (Alter bis Ende Primarschule) mit einem Chlausesel von Haus zu Haus und rufen: "Holi holi hüü, de Chlaus isch doo!". Manchmal schwenkten sie dazu noch eine Triichlä. Dabei streckten sie den Chlausesel solange ans Fenster, bis sie eine kleine Gabe bekommen.
Am Abend sind dann die Älteren an der Reihe: Das intensive Kuhglockengeläute, übertönt vom Knallen der Geislä und dem schauerlichen Ton geblasener Kuhhörner, liegt über dem Dorf. In den Strassen bewegen sich mehrere Chlauseselrottä. Der Samichlaus, im bischöflichen Ornat mit einer Mitra auf dem Kopf, gefolgt vom schwarzen Schmutzli, geht von Tür zu Tür und bittet um eine Gabe. Unterdessen stehen vor dem Haus Iffäläträger in ihren weissen Hirthemden und zeigen ihre prächtigen, erleuchteten Iffälä.
Nachts gegen 21.30 Uhr ziehen alle am Chlauseslä beteiligten Rottä auf den Dorfplatz. In einem akustisch und optisch beeindruckenden Zuge gehen sie einige Male auf dem Platz rundum. Gleichzeitig schwingen in der Mitte und in den Seitenstrassen die Geislä-Chlepfer ihr ohrenbetäubendes Instrument. Nach einigen Runden verschwinden dann alle beinahe geisterhaft zu ihren Sammelplätzen. Kurze Zeit später senkt sich tiefste Nachtruhe über das Dorf.
MITMACHEN
Warum nicht einmal selber in einer Rottä mitmachen? Teilnehmer sind bei uns herzlich willkommen!

© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

© 2003- by Chlauseslä Unterägeri, Alle Rechte Vorbehalten

© 2003- by Chlauseslä Unterägeri

Zurück zum Seiteninhalt